Die Firma Kerbholz GmbH
wurde 1995 gegründet.
Bereits 1988 zog der Tischlermeister Thomas Adolphi mit seiner Familie
aus Halle an der Saale nach Mecklenburg und eröffnete im Gutshaus
Kahlenberg, nicht weit entfernt von der Hansestadt Wismar, seine Holzwerkstatt
für Restaurierung und Denkmalschutz. In den folgenden Jahren siedelten
sich viele ehemalige Stadtbewohner im näheren Umkreis dieser ländlichen
Region an. Einige suchten ein neues berufliches Tätigkeitsfeld, und
Thomas Adolphi begann in seiner Werkstatt Tischler auszubilden. Mit den
neu gewonnenen, qualifizierten Kollegen konnte in den folgenden Jahren
erfolgreich ein breites handwerkliches Aufgabenfeld realisiert werden.
Fünf der Werkstattmitarbeiter gründeten als gleichberechtigte
Gesellschafter die „Kerbholz GmbH Holzrestaurierung". In der
Folgezeit wurden hölzerne Kirchenausstattungen, Möbel und historische
Fußböden restauriert, Fachwerkbauten saniert, traditionelle
Vollholzmöbel und Treppen produziert. Lehrlinge erhielten eine solide
handwerkliche Ausbildung. Praktikanten und reisende Gesellen hatten die
Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und sich mit ihren Kenntnissen
einbringen.
Der fünf Jahre später notwendige Orientierungsprozess im entstandenen
„neuen Bundesland" Mecklenburg-Vorpommern eröffnete den
einzelnen Kerbholzgesellschaftern ganz individuelle Wege. Im Frühjahr
2005 übernahm der Zimmerermeister Holger Stark, hineingewachsen in
die Firma durch mehrer Jahre freiberufliche Mitarbeit, die Geschäftsführung.
Der neue Firmensitz, nur wenige Kilometer von der alten Werkstatt entfernt,
ist heute in Klein Warin.
Die Umbenennung zur "Kerbholz GmbH" sollte die Erweiterung des
Tätigkeitsfeldes im Bereich der Wechselbeziehung von „historisch
und modern" aufzeigen. Eine stetige und enge Kooperation mit qualitätsorientierten
Firmen und Freiberuflern unterschiedlicher Gewerke ermöglicht der
Kerbholz GmbH eine abgestimmte und fachkundige Auftragsrealisierung. Diese
Struktur gestattet gleichzeitig die innovative und erfolgreiche Bearbeitung
anspruchsvoller und überregionaler Projekte. Arbeitsgemeinschaften
mit der Kunsttischlerei Thomas Adolphi garantieren unseren Kunden ein
starkes Leistungsniveau.
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| Bekannt ist vor allem die heute noch gebräuchliche Redewendung "etwas auf dem Kerbholz haben". Dies bedeutet soviel wie "sich schuldig gemacht haben".
Ein Kerbholz wurde früher als einfache Zählliste, als Rechnungs- und Vertragsbeweis oder zur Grundstücksbeschreibung benutzt. In einen Holzstab wurden quer zum Faserverlauf Kerben oder Zeichen eingeschnitten. Dann wurde das Holz längs gespalten, mit den Initialen versehen und jede Partei bekam ein fälschungssicheres Beweisstück ausgehändigt. An einem festgelegten Termin, z.B. dem Zahltag, wurde die Hölzer aneinander gefügt und der Verlauf der Bruchkante sowie die Kerben verglichen. So konnte niemand übervorteilt werden.
Die vom Gastwirt ausgeschenkten Humpen Bier, abgelieferten Kornsäcke und Vieh, oder Schulden im Glücksspiel ließen sich zu einem späteren Zeitpunk zweifelsfrei beweisen. War die Schuld beglichen, wurden die Flächen geglättet. Dann hatte man nichts mehr auf dem Kerbholz und war wieder "glatt".
In England wurden bis ins 19. Jahrhundert Steuerquittungen in Form von Kerbhölzern, den „exchequer tallies", ausgestellt. Im Jahr 1834 hatte man dieses altertümliche Verfahren durch eine Steuerreform schließlich abgeschafft und eine gewaltige Zahl von Kerbhölzern war nun überflüssig geworden. Am 16. Oktober 1834 entschloss man sich, diese im Hof des Westminster-Palastes zu verbrennen, welcher daraufhin selbst von den Flammen des riesigen Feuers erfasst wurde und größtenteils abbrannte. Sechs Jahre später begann man mit dem Bau des neuen Parlamentsgebäudes, des uns heute bekannten Palace of Westminster mit dem berühmten Big Ben.
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Die
in den Wanderjahren der Handwerksgesellen gepflegte Walzsprache
bezeichnet Tischler und Zimmerer als Hobeloffiziere.
Das sind wir:
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| Geschäftsführer der GmbH,
Diplom Maler/Grafiker und Zimmerermeister |

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S. P.
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Projektleitung und Kommunikationsdesign, Diplom Designerin (FH)
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A. S.
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Bürokauffrau
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Bauleitung, Zimmerergeselle F.B.S.
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Zimmerergeselle |

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Tischlergeselle |

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Tischlergeselle |

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Tischlergeselle
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Zimmerergeselle
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Technische Assistenz,
Diploma in Industrial Design and Fine Art Printmaking |

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Praktikantin, freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege
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Fremde freireisende Tischlergesellin, stellvertretend für alle
bei Kerbholz arbeitenden wandernden Handwerksgesell(inn)en, freien
Mitarbeiter(innen) und Praktikant(inn)en
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